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Zukunft der Jugendmigrationsdienste im Fokus

Datum

Am 23. Oktober 2026 trafen sich Vertreter des Jugendmigrationsdienstes (JMD) der Arche gGmbH für West-Mittelfranken zu einem Fachgespräch mit den Spitzenpolitikern von Bündnis 90/Die Grünen, Sascha Müller (MdB) und Martin Stümpfig (MdL). Im Zentrum des intensiven Dialogs standen die gesamtgesellschaftliche Relevanz einer gelingenden Integration junger Menschen sowie die drängenden strukturellen Herausforderungen, vor denen die Träger der Migrationsarbeit aktuell stehen.

Mit dem erfahrenen Bundestags-Finanzpolitiker Sascha Müller und dem Landtags-Wirtschaftspolitiker Martin Stümpfig beleuchteten die Fachkräfte der Arche gGmbH die weitreichende Bedeutung des JMD Westmittelfranken. Es bestand absolute Einigkeit darüber, dass die Arbeit des Dienstes weit über die reine Einzelfallberatung hinausgeht. Sie bildet einen unverzichtbaren Pfeiler für:

  • den gesellschaftlichen Frieden in der Region
  • eine lebendige und nachhaltige Willkommenskultur in unserem Land
  • die verlässliche Chancengleichheit für Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationsgeschichte

Ein Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der kritischen Analyse der aktuellen Rahmenbedingungen. Die Teilnehmenden diskutierten ausgiebig die massiven Risiken, die sich aus der chronischen Unterfinanzierung der sozialen Arbeit ergeben.

  • Der Projektcharakter als Bremse: Viele Angebote leiden unter einer Befristung und mangelnder Planungssicherheit. Statt langfristig stabiler Strukturen dominieren zeitlich begrenzte Projektförderungen.
  • Folgen für die Betroffenen: Junge Menschen verlieren dadurch feste Ansprechpersonen und verlässliche Anlaufstellen, was erhebliche Einschnitte in ihren individuellen Integrationsbiografien bedeuten kann.
  • Gefahren für die Gesellschaft: Eine wegbrechende oder lückenhafte Migrationsberatung verschärft soziale Ungleichheiten und gefährdet langfristig die erfolgreiche Eingliederung junger Talente in Ausbildung und Arbeitsmarkt.

Der Austausch verdeutlichte, dass erfolgreiche Integration eine gesamtpolitische Daueraufgabe ist, die solide und krisenfeste finanzielle Fundamente benötigt. Die anwesenden Politiker zeigten großes Verständnis für die dargelegte Problematik. Sie betonten die Notwendigkeit, Jugendmigrationsangebote im Haushalt strukturell zu stärken, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Chancengleichheit der Jugend nachhaltig abzusichern.